Ton­lei­tern: Mehr als nur Fin­ger­übun­gen

Hand aufs Herz: Wer von uns Pia­nis­tin­nen und Pia­nis­ten hat beim Wort “Ton­lei­tern” nicht schon mal inner­lich geseufzt? Oft ver­stau­ben sie als tro­cke­ne Pflicht­übung im Hin­ter­kopf, abge­hakt, um uns end­lich den “rich­ti­gen” Stü­cken wid­men zu kön­nen. Aber was wäre, wenn ich dir sage, dass Ton­lei­tern ein ech­ter Game-Chan­ger für dein Kla­vier­spiel sein kön­nen – wenn du sie rich­tig angehst?

Ich weiss, wie frus­trie­rend es sein kann, stun­den­lang schein­bar sinn­lo­se Auf- und Abwärts­be­we­gun­gen zu spielen, ohne einen spür­ba­ren Fort­schritt zu bemer­ken. Vie­le von uns haben nie wirk­lich gelernt, war­um wir Ton­lei­tern üben und wie wir das Bes­te aus ihnen her­aus­ho­len kön­nen.

Ton­lei­tern sind kei­ne Stra­fe, son­dern ein Trick!

Stell dir vor, du könn­test dei­ne Tech­nik ver­bes­sern, mehr Kon­trol­le über dei­ne Tas­ten­an­schlä­ge gewin­nen und dei­nem musi­ka­li­schen Aus­druck eine ganz neue Tie­fe ver­lei­hen – und das alles durch etwas, das oft als läs­tig emp­fun­den wird. Klingt zu gut, um wahr zu sein? Ist es aber nicht!

In mei­nem neu­es­ten Video zei­ge ich dir, wie pro­fes­sio­nel­le Pia­nis­tin­nen und Pia­nis­ten Ton­lei­tern wirk­lich üben. Du wirst über­rascht sein, wie vie­le Nuan­cen und Mög­lich­kei­ten in die­ser ver­meint­lich simp­len Übung ste­cken.

War­um sind Ton­lei­tern so unglaub­lich wich­tig?

Die Ant­wort ist eigent­lich ganz ein­fach: Ton­lei­tern sind das Grund­ge­rüst unzäh­li­ger Musik­stü­cke.

Indem du Ton­lei­tern bewusst übst, schulst du dein Fin­ger­satz­ge­fühl, dei­ne Hand­hal­tung und dei­ne Klang­vor­stel­lung auf eine Wei­se, die sich direkt auf dein Spiel jedes ande­ren Stü­ckes über­trägt.

Die 5 gol­de­nen Regeln, bevor du eine Ton­lei­ter spielst:

Bevor du nun star­test mit dem Üben, beach­te die­se fünf Punk­te, die den Unter­schied zwi­schen einer lang­wei­li­gen Übung und einem effek­ti­ven Trai­ning aus­ma­chen:

  1. Hab eine gute Hand­hal­tung: Eine ent­spann­te, aber den­noch sta­bi­le Hal­tung ist ent­schei­dend für einen guten Klang und ermü­dungs­frei­es Spielen.
  2. Sta­bi­le Fin­ger­spit­zen für einen bes­se­ren Klang und mehr Sicher­heit: Spü­re die Tas­ten bewusst mit dei­nen Fin­ger­spit­zen. Das gibt dir mehr Kon­trol­le über den Anschlag.
  3. Immer einen guten Fin­ger­satz: Der rich­ti­ge Fin­ger­satz ist nicht nur bequem, son­dern sorgt auch für einen flüs­si­gen und gleich­mäs­si­gen Klang.
  4. Lang­sa­mes Tem­po: Qua­li­tät geht vor Geschwin­dig­keit! Begin­ne lang­sam, um dei­ne Bewe­gun­gen zu kon­trol­lie­ren und einen schö­nen Ton zu ent­wi­ckeln.
  5. Hän­de erst ein­zeln: Bevor du bei­de Hän­de zusam­men­führst, stel­le sicher, dass jede Hand die Ton­lei­ter sicher und klang­voll spielen kann.

[Hier geht es zum Video!]

Im Video zei­ge ich dir unter ande­rem:

  • Wie du auf die rich­ti­ge Hand­hal­tung und Fin­ger­hal­tung ach­test.
  • Die Bedeu­tung des sau­be­ren Unter­set­zens des Dau­mens für einen wei­chen und ver­bun­de­nen Klang.
  • Wie du Ton­lei­tern in Gegen­be­we­gung üben kannst, um dei­ne Hand­ko­or­di­na­ti­on zu ver­bes­sern.
  • Die Viel­falt des Übens in ver­schie­de­nen Rhyth­men (z.B. punk­tiert, Trio­len, Sech­zehn­tel), um dei­ne Fin­ger­fer­tig­keit und dein Timing zu schu­len.
  • Wie du ver­schie­de­ne Arti­ku­la­tio­nen (Por­tato, Lega­to, Stac­ca­to) in dei­ne Ton­lei­tern inte­grierst, um dei­nen musi­ka­li­schen Aus­druck zu erwei­tern.
  • Die Wir­kung von Dyna­mik (Cre­scen­do und Decre­scen­do) auf den Klang einer Ton­lei­ter.

Ton­lei­tern kön­nen sogar Spass machen!

Ja, du hast rich­tig gele­sen! Wenn du Ton­lei­tern als ein Werk­zeug zur Ver­bes­se­rung dei­nes Spiels und zur Erkun­dung musi­ka­li­scher Mög­lich­kei­ten betrach­test, anstatt als eine läs­ti­ge Pflicht, kann sich dei­ne Ein­stel­lung kom­plett ver­än­dern.

Die 3 wich­tigs­ten Punk­te, die du mit­neh­men soll­test:

  1. Spiel Ton­lei­tern immer schön und musi­ka­lisch: Auch wenn es eine Übung ist, ver­su­che, einen ange­neh­men Klang zu erzeu­gen und auf die musi­ka­li­sche Phra­se zu ach­ten.
  2. Weni­ger ist mehr: Kon­zen­trie­re dich immer auf eine Ton­lei­ter mit einer Tech­nik: Anstatt vie­le Ton­lei­tern ober­fläch­lich zu spielen, nimm dir lie­ber eine vor und arbei­te inten­siv an einer bestimm­ten tech­ni­schen Her­aus­for­de­rung.
  3. Sei gedul­dig, du wirst es schaf­fen und habe Spass mit den Ton­lei­tern! Fort­schritt braucht Zeit. Bleib dran, expe­ri­men­tie­re und ent­de­cke die musi­ka­li­sche Sei­te die­ser oft unter­schätz­ten Übung.

Ich hof­fe, die­ses Video inspi­riert dich, Ton­lei­tern mit neu­en Augen zu sehen und sie als wert­vol­les Werk­zeug auf dei­nem musi­ka­li­schen Weg zu nut­zen.

Was sind dei­ne Erfah­run­gen mit Ton­lei­tern? Tei­le dei­ne Tipps in den Kom­men­ta­ren!

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